Liebe Grossverteiler: Wir fordern «Tierwohl JETZT!»

Schweizer Grossverteiler werben gerne mit ihrem Einsatz für mehr Tierwohl. Die Realität der industriellen Tierproduktion sieht leider anders aus:

  • Bis zu 27’000 Tiere werden in einer Halle gehalten.
  • Nur 12 Prozent aller Tiere stehen jemals auf einer Wiese.
  • Bis zu 4 Prozent der Tiere verenden noch im Stall.

Die Grossverteiler nehmen mit ihrer Marktmacht eine Schlüsselrolle im System Massentierhaltung ein und tragen grosse Verantwortung für die Produktion und den Konsum von Tierprodukten. Damit sind sie aber auch in der Lage, die Weichen neu zu stellen – zum Wohl von Tier, Mensch und Umwelt.

Lasst Werbebilder wahr werden!

Hilf uns, den Druck auf die Grossverteiler zu erhöhen: Schreibe jetzt ein Mail an Coop, Migros, Aldi und Lidl und fordere «Tierwohl JETZT!».

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Über 40’000 Menschen sagen «JA» zu einer Schweiz ohne Massentierhaltung. Damit Werbebilder wahr werden!

Am 25. September stimmen wir über die Initiative gegen Massentierhaltung ab. Das Parlament hat jegliche Bemühungen für mehr Tierwohl blockiert – obwohl der Bundesrat den Handlungsbedarf erkannt hat und über 40’000 Personen politische Weichenstellungen für eine tierwürdige und zukunftsfähige Landwirtschaft fordern.

Nun liegt es an den Grossverteilern, das Anliegen der Schweizer Bevölkerung ernst zu nehmen. Sie gehören zu den Hauptprofiteuren des heutigen Systems und haben die Macht, eine Kurskorrektur vorzunehmen – hin zu einer standortangepassten Schweizer Landwirtschaft, die für eine ressourcenschonende und tierfreundliche Produktion steht. Lasst Werbebilder wahr werden!

Unsere Forderungen an die Grossverteiler:

Forderung 1

Keine manipulative Werbung für Tierprodukte

Werbebilder zementieren den Mythos der Heidiland-Tierhaltung und erhöhen die Nachfrage nach Tierprodukten.

Forderung 2

Keine Aktionen auf Tierprodukte

Die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern hat ihren Preis. Durch Aktionen wird der Absatz von tierquälerischen Billig-Tierprodukten gefördert.

Forderung 3

Kein weiterer Ausbau der Geflügelmast

Die bodenunabhängige industrielle Geflügelproduktion verursacht grosses Tierleid und passt nicht zur Schweizer Landwirtschaft.

Forderung 4

Reduktionsziele beim Verkauf von Tierprodukten

Um die Nachhaltigkeitsziele der Schweiz zu erreichen, muss der Konsum von Tierprodukten reduziert werden.

Ich fordere «Tierwohl JETZT!»

Wer wir sind

Die Initiative gegen Massentierhaltung wird von einer breiten Allianz aus Tierschutz-, Tierrechts-, Landwirtschafts- und Umweltorganisationen unterstützt. Zur Trägerschaft gehören die Organisationen Sentience, VIER PFOTEN, Fondation Franz Weber und Greenpeace. Mit ihrer Arbeit setzen sich die vier Organisationen dafür ein, dass Tierprodukte aus Massentierhaltung aus den Regalen der Schweizer Grossverteiler verschwinden.

Sentience

Das Leiden nicht-menschlicher Tiere in der Schweizer Landwirtschaft ist enorm. Die meisten Individuen werden als zu optimierende ökonomische Ressource betrachtet und leben in Verhältnissen, die wir bei anderen Tieren als inakzeptabel empfinden. Dieses Tierleid ist unhaltbar, unnötig und vermeidbar. Deshalb fordert Sentience die Einführung des 3R-Prinzips für Tiere in der Schweizer Landwirtschaft.

Greenpeace

Tierprodukte als Lebensmittel belasten die Umwelt stärker als pflanzliche Lebensmittel. Werbung für diese Produkte ist daher nicht vereinbar mit der Klima- und Biodiversitätskrise und der daraus resultierenden globalen Ungerechtigkeit. Deshalb fordern wir ein Werbeverbot für Tierprodukte.

VIER PFOTEN

In der Intensivtierhaltung werden sogenannte Nutztiere möglichst ökonomisch effizient gehalten – mit gravierenden negativen Folgen für das Tierwohl. VIER PFOTEN setzt sich seit Jahren für bedürfnisgerechtere Haltungsbedingungen ein. Wir sensibilisieren die Öffentlichkeit, engagieren uns politisch und arbeiten mit Lebensmittelhandel und Produzenten zusammen, um das Leben der Tiere zu verbessern.

Fondation Franz Weber

Mit der Kampagne «Proteinwende» möchte die Fondation Franz Weber die führenden Politiker der Welt und die Bevölkerung für die Folgen des heutigen Ernährungsmodells sensibilisieren, und einen sanften Übergang zu einer überwiegend pflanzenbasierten Ernährung fördern. Die Proteinwende zielt auf eine allmähliche, aber tiefgreifende Veränderung der Art und Weise, wie wir unsere Ernährung gestalten.

Wieso müssen die Grossverteiler jetzt handeln?

Seit der Jahrtausendwende ist der Bestand landwirtschaftlich gehaltener Tiere in der Schweiz um die Hälfte gestiegen. Über 80 Millionen Tiere wurden 2021 zur Fleischgewinnung gemästet und getötet. Heute werden pro Betrieb erheblich mehr Tiere gehalten, was sich negativ auf das Tierwohl und die Umwelt auswirkt:

  • Bis zu 27’000 Tiere werden werden in einer Halle gehalten. Nur 12 Prozent aller Schweizer Tiere stehen jemals auf einer Wiese. Bis zu 4 Prozent der Tiere verenden noch im Stall.
  • Die industrielle Tierproduktion schadet unserer Gesundheit. Sie fördert Antibiotikaresistenzen und Pandemierisiken.
  • Tierprodukte sind für 85 Prozent der Treibhausgasemissionen der Schweizer Landwirtschaft verantwortlich. Zudem ist die Tierproduktion Hauptursache der Überdüngung der Ökosysteme.
  • Aktuell importiert die Schweiz 1,4 Millionen Tonnen Futtermittel pro Jahr. Vor allem die industrielle Tierproduktion ist auf Futtermittelimporte angewiesen.